SV 1923 Nieder-Wöllstadt e. V.

Der Neubeginn (1945 1950)

Nach dem 2. Weltkrieg konnte der SV schnell wieder aktiviert werden.
Die Gründungsversammlung des Sportvereins 1923 fand am 27.07.1945 statt.

Wortlaut

Am Freitag, dem 27. Juli 1945, abends 19:00 Uhr, trafen sich nach einem Aufruf ehemaliger Sportler ungefähr 25 Mann zur Gründung und Wiedererhebung des Sportvereins 1923 im Gasthaus zur Post (Panse) zusammen.Nach eileitenden Worten des Sportkameraden Fritz Ambron II. kam man zu dem Schluß, vorerst nur eine Mannschaft zu stellen, da noch nicht alle oder besser gesagt die meisten Kameraden aus dem Felde zurückgekehrt sind. Sobald es aber die Verhältnisse erlauben, (ist) auch eine Reserve- und Jugendmannschaft zu stellen. Auf Vorschlag etlicher Anwesender wurde dann Kurt Schneider zum 1. Vorsitzenden gewählt. Eben genannter suchte sich noch 4 nicht politisch behaftete Mitarbeiter aus. Sein Vorschlag lautete: Fritz Ambron II. Vertreter des Vorsitzenden und Spielausschussvorsitzender, Kassierer Hermann Döll, Schriftführer Willi Schaub, Jugendleiter Heinrich Röding. Auch dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen.Bei dem Punkt Verschiedenes wurden noch einige Fragen wie Sportkleidung und Ausrüstung des Vereins erörtert. Als erster Gegner wurde die Sport-Gemeinschaft Assenheim verpflichtet. Um 22:00 Uhr wurde die Versammlung von dem neugewählten Vorsitzenden mit der Hoffnung auf einen guten Start geschlossen.

Vorgelesen und für richtig befunden: Nieder-Wöllstadt, 27.7.1945
Schriftführer: Willi Schaub

So wurde dann der Spielbetrieb – zunächst in der B-Klasse – mit folgenden Akteuren wieder aufgenommen:

F. Ambron, J. Becht, H. Hofmann, R. Metzger, K. Ritz, H. Röding, H. Roth, E. Rufener, W. Schaub, K. Schneider und K. Vetter.

Das erste Siel wurde in Assenheim mit 3:5 verloren.
Durch einige Neuzugänge in der folgenden Zeit wie z. B. Richard Schlautek, Horst Genzen und Walter Decker konnte die Mannschaft erheblich verstärkt werden.
Im Jahre 1946 wurde der Verein in „Sport-Gemeinschaft Nieder-Wöllstadt“ umbenannt; dies wurde aber im Jahre 1949 wieder rückgängig gemacht bzw. geändert.
Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein unter Leitung des 1. Vorsitzenden Heinrich Schultheis, der aber noch im Jahre 1946 wieder von Kurt Schneider abgelöst wurde, 125 Mitglieder.
Im Übrigen hat sich die Zusammensetzung des Vorstandes in der unmittelbaren Nachkriegszeit durch turnusmäßige und viele ausserordentliche Mitgliederversammlungen so häufig verändert,
dass wir uns hier nur auf die wichtigsten Fakten beschränken müssen.
Für den Spielausschuss stand in dieser Zeit Albert Kniss und nach seinem Rücktritt Fritz Ambron vor.

Für die Saison 1947/48 konnte dann als Trainer Richard Schnierle, ehemals ehemals einer der besten Spieler im Kreis Friedberg, verpflichtet werden.
Unter seiner Leitung wurde in der Saison 1948/49 auch die erste Meisterschaft in der B-Klasse Gruppe Süd errungen.

Unser Bild zeigt die Meistermannschaft mit Trainer und Betreuern.

Vorne: Heinz Hofmann, Richard Schlautek, Wilhelm Spuck
Stehend: Trainer Richard Schnierle, Hermann Roth, Karl Kumpf, Richard Roth, Josef Georg, Host Genzen, Willi Bühner, Fritz Appel, Walter Decker, Spielausschussvorsitzender Fritz Ambron und Jugendleiter Philipp Klöß.

Den endgültigen Aufstieg haben sich unsere Fussballer dann gegen den Meister der B-Klasse Gruppe Nord , die TSG Wölfersheim, mit einem souveränen 5:2 Sieg erkämpft.
Dieser Erfolg wurde unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Josef Derbort errungen, der den von Dezember 1947 bis Juli 1949 amtierenden Vorsitzenden Ludwig Balzer ablöste.
Nachfolger von Derbort wiederum wurde im April 1950 Bruno Radtke, der dem Verein bis 1952 vorstand.